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Gedichte zum 50. Geburtstag

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Einer Freundin

Wir schenken dir, du tief geliebte Freundin,
Zum fünfzigsten Geburtstag diese Bilder:
Die Deinen von dem Ahn zur Enkelin,
Die Eltern und die Schwester und den Gatten,
Das Kind, den Eidam und der Tochter Kind:
Die Aussaat und die Ernte deines Lebens.
's ist wenig. - scheint's - und doch unendlich viel.
Vier Menschenalter, noch vergnügt und glücklich,
Kein Mißklang, wie er schrillt durch andre Häuser,
Vom Glück gesättigt - beinah - jedes Leben,
Bis es im hohen Alter sanft vom Stamm fällt.
Und in dir selbst im weißen Haar die Vollkraft
Des Frauentums an Leib und Seele freudig:
- Ach, jünger als so viele, welche niemals
Jung waren! - und im Herzen sprudelnd stark
Der Born, der deines Wesens Wurzeln frisch hält,
Der Born mit dem melodischen Gesange,
Der dir seit mehr als dreißig Jahren quillt:
Der Melusinen-Born der Poesie.
Und wenn du diese Bilder musterst, - keines,
Das nicht ein Zeuge wäre deiner Liebe
Und Zeuge auch der dir geschenkten Liebe:
Denn reichlich, wie du gabst, ward dir gespendet,
Und ein Magnet der Liebe ward dein Herz.
Wir beiden aber, Felix und Therese,
Wir danken dir doch mehr noch als sie alle:
Denn deine Freundschaft war in schwerster Zeit
- Nach unsrer eignen Kraft - der stärkste Stab.
Wir danken dir: und wenn die Abendsonne
So hell, so schön, so leuchtend und so warm
Wie andern Frauen nicht, dir scheint ins Leben,
Wenn noch dein kommend Alter Glanz verklärt,
Wie im geliebten Partenkirchen dir
Die Sonne noch die letzten Strahlen schickt,
Denk' unser freudig dann und flüst're still:
"Das ist der Dank von Felix und Therese."

Felix Dahn



Zum 50. Geburtstag

Ein halb Jahrhundert Deines Pilgerlebens
Entbietet heilte Dir den Scheidegruß.
Du strebtest, wirktest - war es oft vergebens,
Verfolgten oft Dich Sorgen und Verdruss;
So kam doch oft auch Freude Dir entgegen
Und manches Glück, das deutlich Dir bewies,
Wie immer Dich des guten Gottes Segen,
Selbst nicht im Sturm der Schicksalsnacht verließ.
So wand're fort noch viele, viele Jahre,
Umleuchtet von des Glückes Sonnenschein;
Erst spät am Abend führ' die Totenbahre
Dich, wack'rer Freund! zu Deinen Vätern ein.
Noch oft, umringet von den lieben Deinen,
Auf einer eb'nen, dornenlosen Bahn,
Mög' dieser Tag, Dein Wiegenfest, erscheinen
Und treffen Dich gesund und fröhlich an.

Poetischer Bibliothekar, 1845



Mein Dank

Gesprochen an der Freundesfeier zum 50. Geburtstag

Auf einmal saß ich im Freundschaftskreise
Beim anmutblühenden, festlichen Mahl -
Die liebe Seele jubelte leise,
Durchzittert vom warmgoldigen Strahl.
Wie wenn sich heimliche Hände schlingen
Verstohlen um den Nacken im Spiel,
Froh überrascht fühl' ich umringen
Mich Freunde, denen mein Lied gefiel.
Ich danke herzlich der holden Feier,
Den Worten, die mich freudig geehrt,
Ich lege den Kranz auf meine Leier
Und schmücke mit den Blumen mein Schwert.

Zu Kampf und Liebe ward ich geboren,
Flamme und Rose führ' ich im Schild,
Mit dem Geschlechte des reinen Toren
Pfleg' ich Verwandtschaft im Weltgefild.
Ich bin getappt durch neblige Klüfte,
Geritten durch gefährlichen Sumpf,
Nun trink' ich ruhig die klaren Lüfte,
Fern unter mir, was stickig und dumpf.
Trotz Dreck und Dunkel dankbar dem Leben,
Der Liebe, die mein Werk nicht vergaß,
Weih' ich den Geistern, die zeugend schweben,
Zartquellenden, segnenden Kräften mein Glas.

Karl Henckell
Gesang am heiligen Vorabend des Fünfzigjährigen Jubelfestes der Georgia Augusta

Morgen, o festlicher Tag,
Morgen entschwebe
Herrlich und hehr der Nacht!
Komm in Titans Strahlenkranze,
Komm im blauen Aethermantel,
In des Urlichts reinstem Glanze!
So entsteige der Grotte der Nacht
Unter dem Meer!
So entschwebe dem Wogentanze
Herrlich und hehr,
Hehr und herrlich in Bräutigamspracht!

Es harret dein,
Voll Lieb' und Lust,
Die hohe Jubelköniginn.
Vor bräutlichem Entzücken
Hüpft ihr die Brust.
Sie harret dein,
Mit wonneglänzenden Wangen und Blicken,
Georgia Augusta harret dein!

Als sie vor fünfzig ruhmbestrahlten Jahren
Ein schönes Kind,
Ein wunderschönes Götterkind,
Geboren war,
Da brachten sie in dieses Tempels Halle,
Vor Gottes Hochaltar,
Ihr großer Vater und die Hochberühmten alle,
Die ihrer Kindheit Pfleger waren,
Dem Segenspender dar,
Und auf der Andacht Flügel schwang
Sich himmelan ihr flehender Gesang.

Herr, erfülle sie mit Weisheit,
Adle sie, o Herr, durch Schönheit,
Rüste sie mit Heldenstärke,
Für den großen Gang zum Ziele
Strahlender Vollkommenheit!

Denn der Geist gedeiht durch Weisheit,
Und das Herz gedeiht durch Schönheit,
Dieser Einklang rauscht in Stärke;
Dieser Adel führt zum Ziele
Dauernder Glückseligkeit.

Und als das Lied der frommen Schaar,
Das Lied der heißen Inbrunst,
Hinauf gesungen war,
Da wallte Gottes Flamme,
Sanft wallte von des Gebers Thron,
Des herzlichen Gebetes Lohn,
Die Flamme, die noch nie verlosch,
Des Segens Flamm' herab auf den Altar.

O Flamme, die vom Himmel sank,
Entlodre hoch und weh' umher!
Umher, umher!
Entzünde jedes Herz umher
Zu heißem Dank!
Dem Geber zu unaussprechlichem Dank!

Der königliche Herrscher auf dem Thron
Von Albion
Trat väterlich herzu, und gab
Ihr reichlich mildes Oel zur Nahrung.
Wetteifernd trat herzu die Schaar
Der Pfleger und der Priester am Altar,
Der sie zu heiliger, zu ewiger Bewahrung
Von Gott und König anvertrauet war,
Und hütet' ihrer gegen jegliche Gefahr
Hinweg zu löschen, oder sich zu trüben:
So gegen den wild stürmenden Orkan
Des Krieges, als des Neides leise Pest.
Gleich jener in der Vesta Heiligthume,
Erhielt getreue, rege Wachsamkeit
Die heil'ge Lohe rein und schön
Und hoch vom Anbeginn bis heut.

Himmelslohn euch, große Seelen,
In der Ruhe Heiligthum!
Ewig Heil euch, ewig Friede!
Hier auf Erden tön' im Liede
Nun und immerdar eu'r Ruhm!

Erwärmt von Gottes Segensflamme wuchs,
Münchhausen, du Unsterblicher,
Wuchs deine Tochter schnell und hoch heran.
Des Ruhmes starker Adlerfittig trug
Lautrauschend ihren Nahmen
Rund um den Erdball über Meer und Land;
Und seiner edlern Völker Söhne kamen
Bey Tausenden zur Huldigung.
Viel theilte sie von ihres Reichthums Fülle,
Und viel von ihres Adels Hoheit,
Viel Muth und Kraft zu Thaten -
So war es in der Weihe ihr verliehn -
Zum Heil der Völker mit.

Selig, selig, himmelselig
Ist das hocherhabne Amt,
Auszuspenden, gleich der Sonne
Durch den großen Raum der Welten,
Ins Unendliche des Geistes
Lebensnahrung, Licht und Kraft!

O wie hoch und herrlich strahlet
Des Triumphes Majestät,
Wann der Held des Geistes Chaos
Und des Chaos Ungeheuer,
Brut der Barbarey, besteht,
Und zum Rechte seines Adels
Den gepreßten Geist erhöht!

Georgia Augusta, schön und stark,
Voll Lebensgeist und Mark,
Mit Athenäens Rüstung angethan,
Ging tadellos bis heut der Ehre Bahn,
Und stritt des Ruhmes Streit
Mit ungeschwächter rascher Tapferkeit.
Nun steht sie, lehnt sich ruhend auf den Speer,
Und darf - das zeuge du, Gerechtigkeit! -
Getrost zurück auf ihre Thaten schaun.
Des Kampfes Richter nehmen mild und schmeichelnd
Nun zur Erholung ihr die Waffen ab,
Und kleiden sie in festliches Gewand,
Für ihren ersten Jubelfeiertag.

Triumph! Des Tages Ehrenköniginn
Erhebt ihr Haupt!
Sie trägt ihr hohes Götterhaupt,
Sie trägt's mit Laub und Blumen,
Laut rauschend,
Süß duftend,
Süß duftend mit lieblichen Blumen,
Laut rauschend mit Laube des Ruhms umlaubt!

Wer aber führt den schönen Sohn der Zeit,
Wer führt herauf von Osten
Den hellen Ehrentag,
Den lauten Wonnebringer?
Wer führt der schönen Jubelbraut
Den Jubelbräutigam nun zu?
Wer weihet zur Unsterblichkeit sie ein? -
Wer sonst, als ihres großen Vaters Geist
Und ihrer heimgewallten Pfleger Geister,
Die jetzt, von Gott dazu ersehn,
Ihr unsichtbare Lebenswächter sind?

Hebe dich himmelan, Weihegesang,
Hoch in die Heimat der seligen Schaar!
Zeuch der großen Heimgewallten
Geister zum Feste der Tochter herab!

Schwebe herunter, wir rufen dich laut,
Schwebe vom Himmel, unsterbliche Schaar!
Freue dich der Ruhmbekränzten,
Hoch in der Blüthe der Schönheit und Kraft!

Führt, ihr Verklärten, in Bräutigamspracht,
Führet den Freudenerwecker ihr zu!
Strömt auf ihre Kraft und Schönheit,
Segen der ewigen Jugend herab! -

Merkt auf! Sie habens vernommen,
Die schützenden Geister! Sie kommen!
Sie führen den glänzenden Bräutigam an!
Schon wehet der heilige Schauer voran.

Schaut auf! Die Himmlischen steigen,
Ein feierlich schwebender Reigen,
Ein tönender, Seelen entzückender Chor,
Auf purpurnen Wolken in Osten empor.

Schlagt hoch, ihr lodernden Flammen
Der Herzen und Lieder, zusammen!
Führt, Orgel und Pauke, mit festlichem Klang
Entgegen des frohen Willkommens Gesang!

Gottfried August Bürger




Gedichte zum 50. Geburtstag mit Scherz-, Wunsch- oder Grußcharakter. Gedichte, Verse, Reime zum 50. Geburtstag an Verwandte, Freunde oder Bekannte.















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